Energieberatung

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

die Themen Energieeinsparung und Enegieeffizienz gewinnen immer mehr an Bedeutung!

Um einen besseren Überblick zu gewinnen, hat die Verbandsgemeinde Kastellaun diese Sonderseite mit umfangreichen Informationen für Sie zusammengestellt.

Umfassende Informationen und fachliche Beratung erhalten Sie beim Klimaschutzmanager des Rhein-Hunsrück-Kreises:

Frank-Michael Uhle
Ludwigstraße 3-5
55469 Simmern
Telefon: 06761 82 - 611
Fax: 06761 82 - 96 11
E-Mail: fm.uhle@SPAMPROTECTIONrheinhunsrueck.de
Homepage: www.kreis-sim.de/Klimaschutz

Vortrag von Landrat Fleck - Wie Kastellauner Bürger den “schlafenden Riesen” wecken können!

Hier finden Sie den Vortag von Landrat Fleck mit dem Thema:

 Wie Kastellauner Bürger den “schlafenden Riesen” wecken können! (2.6 MB)

Bericht der Rhein-Hunsrück-Zeitung zu der Info-Veranstaltung am 25.02.14

Persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten

Forum Flächendeckend die Verbandsgemeinde

Kastellaun untersucht und Daten erhoben

 

Von unserem Reporter Werner Dupuis

 

M Kastellaun. Jeder Bürger registriert es im eigenen Portemonnaie: Von kurzfristigen Preisschwankungen abgesehen, werden Benzin, Heizöl und Strom immer teurer. Ein riesiges Spar-Potenzial liegt dabei im privaten Bereich. Das betrifft 90 Prozent der Häuser und Wohnungen.

Um mehr Bewusstsein für das komplexe Thema der energetischen Sanierung zu schaffen, Fragen zu beantworten und den Bürgern ganz konkrete Beratungsangebote zu machen, wurde die Initiative „Kastellaun erneuert“ ins Leben gerufen. Zum Auftakt hielt der oberste Energieberater des Rhein-Hunsrück-Kreises, Landrat Bertram Fleck, ein flammendes Plädoyer für die Energieeffizienz.

Um an ganz konkrete Fakten und Zahlen zu gelangen, hatte in den vergangen Monaten ein Fachinstitut die Verbandsgemeinde flächendeckend und ein Quartier in Kastellaun im Detail unter die Lupe genommen. Mit von der Partie sind auch die Verbraucherberatung und die in Kastellaun ansässigen Banken. Ein wenig enttäuscht war Bürgermeister Marlon Bröhr. Lediglich rund 100 Bürger waren seiner Einladung in die Kastellauner Stadthalle gefolgt.

Das Bild von einem „schlafenden Riesen“ benutzt Fleck, um das riesige Potenzial bei der energetische Sanierung von Eingenheimbesitzern und Vermietern aufzuzeigen. Er beginnt bei „paradiesischen Zeiten“ als als der Liter Heizöl noch neun Pfennig kostete. Mit Zahlen, Diagrammen und Fakten beschreibt er die Kostenexplosion und prophezeit einen Heizölpreis von 1,40 Euro im Jahr 2020. 290 Millionen Euro fließe jährlich aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis in Energieexporte.

Fleck zeichnete eine Fülle an Alternativen auf, um mittels Effizienz und mit erneuerbaren Energien die Wertschöpfung aus dieser riesigen Summe zu einem nicht unerheblichen Teil im Kreis zu belassen. Von der Windkraft, über die Fotovoltaik bis zum regionalen Wärmeverbund reicht sein Portfolio im öffentlichen Bereich. Durch eigenes Engagement, könne jeder einzelne Bürger seinen ganz persönlichen Beitrag zur Energienwende leisten.

Um einen Überblick zu gewinnen, vergab die Verbandsgemeinde den Auftrag, den energetischen Sanierungsbedarf der Häuser in Kastellaun und den 15 Ortschaften zu quantifizieren.

Insgesamt 8500 Gebäude wurden analysiert. Zusätzlich wurde ein Wohnquartier in Kastellaun mit Gebäuden aus den 1950er- bis 80er-Jahren besonders untersucht. Hausbesitzer wurden befragt. Eindeutiges Ergebnis: Der Sanierungsbedarf ist riesengroß. Bei der Befragung bekundeten 73 Prozent der Immobilienbesitzer Interesse an einer Sanierung.

Ganz konkrete Tipps zur praktischen Umsetzung gab Werner Berg von der Kastellauner Raiffeisenbank. Als ersten Schritt empfiehlt er den Kontakt mit der Verbraucherzentrale. Eine Informationsveranstaltung ist für den 19. März im Kastellauner Rathaus geplant. Ab 2. April finden zweimal im Monat dort kostenlose Beratungstermine statt.

Als nächsten Schritt empfiehlt Berg die Kontaktaufnahme zu einem von der BAFA (Bundesanstalt für Wirschaft und Ausfuhrkontrolle) anerkannten unabhängigen Energieberater. Er zeigt Lösungen auf und stimmt alle Maßnahmen aufeinander ab. Die Anfangskosten werden mit 50 Prozent, maximal 400 Euro bezuschusst. Handwerker erstellen die endgültigen Kosten. Dieser Kalkulation werden alle Einsparpotenziale gegenüber gestellt. Anhand dieser Zahlen zeigt sich, in welchem Zeitraum sich die Investition amortisiert.

Mit diesen Berechnungen geht der Hauseigentümer zu seiner Hausbank. Sofern eine Finanzierung gewünscht ist, wird die Bank auf die günstigen Varianten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW ) hinweisen. Die KFW bietet neben günstigen Konditionen auch noch verlorene Zuschüsse an. Diese hängen jedoch von der Intensität der Renovierung/Modernisierung ab. Berg riet Eigenheimbesitzern, die guten Rahmenbedingungen zu nutzen, um den Wert der Immobilie nachhaltig zu steigern und langfristig Energiekosten einzusparen.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Donnerstag, 27. Februar 2014, Seite 11

Liste der unabhängigen Energieberater

Hier finden Sie die Energieberater mit Bafa-Zulassung, die sich bereit erklärt haben unser Projekt zu unterstützen.  Liste (13 KB)