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Stadt Kastellaun ist ein ExWoSt-Modellvorhaben

Die Stadt Kastellaun wurde als eine von bundesweit acht Kleinstädten als Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld „Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ausgewählt.

In diesem Forschungsfeld steht die besondere Situation von kleinen Städten in peripheren Lagen im Mittelpunkt. Es sollen die wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Rahmenbedingungen dieser Städte analysiert und Entwicklungspotenziale identifiziert werden. Damit soll eine noch bestehende Forschungslücke in der Stadtentwicklung geschlossen werden.

www.exwost-kleinstaedte.de

Durch die Teilnahme an diesem Modellvorhaben hat die Stadt Kastellaun die Gelegenheit, mit externer Unterstützung einen Zukunftsprozess zu gestalten. Gemeinsam mit lokalen Akteuren, Bürgerinnen und Bürgern und Kindern und Jugendlichen soll herausgearbeitet werden, was das Zukunftsbild für Kastellaun im Jahre 2030 ist und mit welchen Maßnahmen dieses Schritt für Schritt realisiert werden kann.

Das Modellvorhaben läuft bis Juni 2018.

Bausteine des Zukunftsprozesses „Kastellaun 2030“

Der Zukunftsprozess setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:

  • Szenario-Prozess mit Akteuren
  • Einbindung Stadtgesellschaft und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kinder- und Jugendbeteiligung
  • Masterplan-Erarbeitung
  • Berichtswesen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Modellkommunen
Szenario-Prozess mit Akteuren

Eine sog. Szenario-Gruppe – eine bunte Mischung lokaler Akteure – arbeitet in Szenario-Werkstätten an der Bestimmung möglicher, alternativer Zukunftsbilder für Kastellaun. Der Szenario-Prozess bildet den Kern des Zukunftsprozesses. Insgesamt sind sechs Szenario-Werkstätten vorgesehen, in denen Schritt für Schritt das gewünschte Zukunftsbild herausgearbeitet wird. Die Bilanz-Werkstatt dient der Bewertung des Prozesses und dem Herausarbeiten übertragbarer Handlungsempfehlungen.

Einbindung Stadtgesellschaft und Öffentlichkeitsarbeit

Bürgerinnen und Bürger haben in sog. Bürgerwerkstätten die Gelegenheit, sich in den Zukunftsprozess einzubringen. Sie vertiefen die Arbeit des Szenario-Prozesses und bearbeiten nach und nach verschiedene kommunale Handlungsfelder.

Eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit über die regionale Presse und die Internetseite der Stadt Kastellaun dient der Information der Bürgerinnen und Bürger und hält sie über den Stand des Zukunftsprozesses auf dem Laufenden.

Kinder- und Jugendbeteiligung

Da die Erfahrung zeigt, dass Kinder und Jugendliche über klassische Beteiligungsformate nicht bzw. nur schlecht erreichbar sind, sind eigene Formate der Kinder- und Jugendbeteiligung vorgesehen.

Kinder werden über ein Malprojekt in den Kastellauner Kitas beteiligt. Spielerisch können sie so ihre Themen in den Prozess einspeisen.

Den Auftakt der Jugendbeteiligung stellte ein von den Jugendlichen selbst organisiertes JugendBarCamp dar. Weitere Informationen zum JugendBarCamp und seinen Ergebnissen finden sich unter www.kastellaun.de/barcamp/. Die Jugendbeteiligung wird über den Prozessverlauf fortgesetzt. Jugendliche bringen ihre Themen in den Szenario-Prozess ein und erste Maßnahmen werden realisiert. Auch ist vorgesehen, das JugendBarCamp von nun an regelmäßig – jährlich oder alle zwei Jahre – stattfinden zu lassen.

Masterplan-Erarbeitung

Die Ergebnisse des Szenario-Prozesses, der Bürgerbeteiligung und der Kinder- und Jugendbeteiligung münden in einem Masterplan „Kastellaun 2030“. Er beschreibt das gewünschte Zukunftsbild für Kastellaun im Jahre 2030 und zeigt den Weg zur Erreichung dieses Zukunftsbildes auf. Der Masterplan soll Ende 2017 vorliegen. In den darauffolgenden Jahren soll dieser dann Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Berichtswesen

Mit dem Modellvorhaben verbunden sind Berichtspflichten gegenüber dem Fördermittelgeber.

Erfahrungsaustausch mit anderen Modellstädten

Bundesweite Erfahrungswerkstätten jeweils in einer der Modellstädte und eine sog. lernende Ausstellung dienen dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modellkommunen und dem von- und miteinander lernen.

Die weiteren Modellstädte sind:

  • Bad Lobenstein (Thüringen)
  • Beverungen (Nordrhein-Westfalen)
  • Großschönau (Sachsen)
  • Malente (Schleswig-Holstein)
  • Mücheln (Sachsen-Anhalt)
  • Rodewisch (Sachsen)
  • Zell am Harmersbach (Baden-Württemberg)