Stich von Merian (1645)

Besitzverhältnisse der Burg

Spätestens in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Burg begonnen, auf einem Gelände, das Lehen des Hochstifts Worms war. Dieses ging erst im 15. Jahrhundert „stillschweigend“ in das Eigentum der Sponeimer über. In den Besitz der Sponheimer gelangte das Gebiet um Kastellaun durch Erbschaften sowie der Eheverbindung mit dem Haus Dill im 11. und 12. Jahrhundert.

Nach der Teilung des Sponheimer Besitzes kommt Kastellaun 1248 an die „Vordere Grafschaft Sponheim“, die 1301 erneut geteilt wird. Nun wählt das Grafenpaar Simon II. und Elisabeth die Burg Kastellaun als Residenz — bis 1340 ihr Sohn Walram diese nach Kreuznach verlegt. Durch Erbschaft gelangt Kastellaun 1417 an die Hintere Grafschaft Sponheim. Die Linie der Sponheimer erlosch 1437, worauf Kastellaun in den Gemeinbesitz der Markgrafen von Baden und der Grafen von Veldenz ging. 1444 ging der Veldenz'sche Anteil an die Pfalzgrafen bei Rhein. Diese Eigentumsverhältnisse blieben bis 1776 bestehen, als Kastellaun an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken fiel.

Mit der Eingliederung der linksrheinischen Gebiete in die französische Republik gehörte Kastellaun von 1798 bis 1814/15 zum Departement Rhin et Moselle, darauf bis zum Ende des Deutschen Reiches zu Preußen.

Burg Kastellaun

Kirchstraße 1 (Rathaus)
56288 Kastellaun
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