Baugeschichte der Burg

Die Burg Kastellaun ist eine Höhenburg, auf einem Fels thronend, der zu zwei Seiten, nach Süden und Osten, etwa 20 Meter hoch aufragt, zu Westen und Norden jedoch weniger steil ist. Hier wurde die Anlage mit einem Graben geschützt.

Auf dem Bergsporn selbst war die eigentliche Burganlage durch einen Halsgraben von der heute Unterburg genannten Anlage, einem wechselnden Ensemble von Nebengebäuden wie Stallungen, Werkstätten usw., getrennt. Heute überragen die Reste des ehemaligen Wohnturms und des Palas, wohl frühestens aus dem 16. Jahrhundert stammend, die Ruinen.

Älter ist der im Osten der Anlage gelegene Kellerraum mit Kreuzgratgewölbe. Er gehörte zu einem gotischen Saalbau aus der zweiten Hälfte des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. Ebenfalls zu den ältesten Bauten zählt der Bergfried, der einstmals höchste und stärkste Turm der Burganlage, heute nur noch als Rumpf vorhanden.

Zu Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg für einige Jahrzehnte Residenz der Grafen von Sponheim. Damit verbunden war vermutlich die Errichtung des Saalbaus wie auch einer Kapelle, die sich vermutlich an dessen Nordseite befand.

Quelle: Hubert Leifeld, Burg Kastellaun — Neue Forschungen zu einer sponheimischen Burg im Hunsrück, in: Olaf Wagner (Hg.), Die Burgen an der Mosel. Akten der 2. internationalen wissenschaftlichen Tagung in Oberfell an der Mosel, Koblenz 2007, S. 168-189.

Burg Kastellaun

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